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Die Schwierigkeit im Leben ist die Wahl ...



(vom 04.08.2010) . -  Was ist heute für mich wirklich wichtig?
Die Art und Weise wie ich meine Zeit verbringe, gibt Aufschluss darüber, was für mich wichtig ist. Wenn ich kein Ziel habe, versuche ich vielleicht, die Zeit totzuschlagen. Wenn ich zuviele Ziele habe, dann wird der Tag zu kurz sein für all die Dinge, die ich mir vorgenommen habe.

Ich muss eine Wahl treffen, die meine Vorlieben berücksichtigt. Es gibt Dinge, für die ich mir mehr Zeit nehmen muss, und andere, die ich sein lasse. Zum Beispiel will ich in diesem Jahr Gitarre spielen lernen. Vielleicht habe ich mich endlich entschlossen, aus diesem Verein auszutreten, der mir im Grunde nicht viel gebracht hat.

Will ich mehr Zeit mit Arbeit verbringen oder weniger? Mit Fragen dieser Art forme ich mein Leben. Ich kann das in der Manier eines Künstlers tun, wenn ich meine Wahl sorgfältig treffe.

Gefühlsempfindungen ...



(25.06.2010) . - Lebensquellen - Viele von uns sind dazu erzogen worden, unsere Gefühle zu verleugnen. Wir durften sie zwar höflich umschreiben, aber nicht spontan durch Tränenausbrüche, Luftsprünge oder Freudentänze äußern. Viele halten es für ungezogen.
In einem anständigen Haus, ist oft zu hören, drücken die Leute ihre Gefühle, wenn sie welche haben, leise aus. Viele von uns haben darunter gelitten, so zu leben.

Wir müssen unseren Gefühlen rückhaltlos Ausdruck verliehen, um sie bewußt zu erleben und zu überwinden. Das ist auch der Weg, Trauer zu bewältigen.

Gefühle kommen und gehen. Wenn uns ihre Existenz keine Angst bereitet, werden wir ihnen auch ohne Angst Ausruck verliehen können.

Nicht umsonst philosophiert Galway Kinnel: "Es bringt nichts, nur ein paar Tränen zu vergießen. Du mußt so lange weinen, bis dein Kissen naß ist. Dann kannst du aufstehen und lachen ... ".

hw

Langeweile kann lähmen ...



(vom 07.05.2010) . -  Lebensquellen - Deshalb fürchten wir uns vor Momenten der Leere, in denen wir nichts mit uns und der Welt anzufangen wissen.
Nichts planen, nichts suchen, nichts wollen, nichts vermeiden - kristallisieren sich so Interessen und Ideen heraus?

Lebensquellen (Ausgabe 31 -40)

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"Fliege", um deine Wunden zu heilen ...



(vom 29.08.2010) . - Lebensquellen - Der Anblick eines im Wind schwebenden Vogels kann die schönsten Erinnerungen in mir wachrufen. In Augenblicken des Glücks erwacht in mir der Wunsch zu fliegen, nach meinen Träumen zu greifen.

Träume geben mir die Flugrichtung an. Vögel fliegen vor Freude dem Licht entgegen, auf grüne Blätter zu, wenn sie Schutz suchen, und fliegen zu Wasser und Beeren, um Nahrung zu finden. Auf die gleiche Weise führen mich meine Träume an die Quellen meiner Freude, meiner Geborgenheit und Nahrung.

Manchmal werde ich auf meinem Flug auch auf Enttäuschungen stoßen, sie werden mich aber nur kurze Zeit aufhalten oder meinen Flug verlangsamen. Es bleibt ganz mir selbst  überlassen, ob ich mir von den Härten des Lebens die Flügel brechen lasse oder ob ich nicht doch lieber die Flügel ausbreite und im Geist der Freude dahinschwebe.

"Bewahrt euch eure Träume, denn wenn sie erst gestorben sind, sind sie wie das Leben eines verletzten Vogels, der nicht mehr fliegen kann im Wind."

(er)lesenes von Leon de Revagnard

TAGESGEDANKE: Kein Therapeut kann einen Menschen die Selbsterkenntnis ersetzen, die man durch ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst gewinnt.

ZITATE

Ausgewählte Freunde geben in der Jugend Halt und Orientierung, im Alter Schutz vor Einsamkeit.

Bei Menschen, die festen Boden unter den Füssen haben, kann auch der Glauben wurzeln.

Schreiben ist eine Möglichkeit, Druck abzulassen und die Gedanken fließen zu lassen.

Wer über seine Freunde nachdenkt, erfährt viel über sein Leben.

Niemand lebt ewig. Ewig bewahren sich nur Lebensgrundsätze, die in vielen überlieferten Glaubensrichtungen münden.

APHORISMEN

Bewußtsein ist nicht die Abfolge einzelner Gedanken und Ideen, sondern ein kontinuierlicher, sich ständig verändernder Prozess.

Wachstum ist der einzige Beweis für Leben.

Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.

Eine Gesellschaft, die insgeheim fürchtet, dass sie keine Zukunft mehr hat, schenkt den Bedürfnissen der nächsten Generationen nicht allzu viel Aufmerksamkeit.

Ein gesunder Egoismus scheint heutzutage praktisch die beste Art und Weise zu sein, sich den Spannungen und Ängsten des modernen Lebens gewachsen zu zeigen.

LEBENSWEISHEITEN

Gesetze sollen die Bürger eines Staates nicht nur vor Gewalt und Raub schützen, sondern auch, um grundsätzliche Werte einer Gesellschaft zu hüten.

Wer von Natur aus dankbar ist, der bleibt es auch ,wenn ihm das Leben viel Schlimmes abverlangt.

Zufriedenheit ist keine Glückssache, sie hängt vielmehr davon ab, welche Prioritäten ein Mensch in seinem Leben setzt.

Wer seine Kräfte an Unerreichbares bindet, vermindert seine Chance, in anderen Lebensbereichen erfolgreich zu sein.

Der Hunger der heutigen Zeit ist nicht bloß nach einem Bissen Brot, er ist viel größer: nach Liebe - erwünscht, geliebt und umsorgt zu werden, jemand zu sein.

ZITATE

Nur wer die Dunkelheit selbst erfährt, kann auch anderen Menschen Licht in ihrer Dunkelheit sein.

Wer das nicht schätzt, was er hat, wird auch das nicht schätzen können, was er haben möchte.

Gestern ist schon vorbei. Nächstenliebe fängt heute an. Vielleicht gibt es gar keinen Morgen.

Es ist einfacher, ein Gefühl zu heucheln, als es zu verbergen.

Zeit ist heutzutage ein Gegenstand, der sich teilen, verschenken, verschleudern, sparen, günstig verwerten und verkaufen läßt. Ein Gegenstand eben, der "knapp" ist.

APHORISMEN

Es bringt nichts, äußerlich perfekt zu sein, wenn wir innerlich zerbrochen sind.

Ein einzelnes Genie mag faszinierend sein, aber eine Gruppe ist oft schlauer als der beste Experte.

Ein Finanzmarkt entwickelt sich nicht automatisch zum Nutzen der Gesellschaft. Man muss ihn formen, Regeln schaffen und Werte durchsetzen.

Das Alter ist ein Schiffbruch. Eine Zeit, in der Verluste und Mühsal überwiegen, aber auch eine Konstruktion, ein Mythos, eine Erwartung.

Es ist besser, sich dafür zu entscheiden, dankbar zu sein für das, was ich tun kann und nicht wütend zu sein über das, was ich nicht tun kann.

LEBENSWEISHEITEN

Vor einer Wahl wird das Volk mit allen möglichen Versprechungen abgespeist, auch solchen, die schon von vorneherein von jedem vernünftigen Bürger als uneinlösbar erkannt werden.

Lebensmotto: Quidquid agis prudenter Alter et respice finem - Was auch immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.

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